Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht …

Manche werden das Zitat oben erkennen, es stammt aus einer Kindersendung, bei der Kinder aus 3 gegebenen Antwortmöglichkeiten die richtige raten sollen. Ähnlich ging es kürzlich der Bundesregierung bzw. dem Gesundheitsminister: Auch die stand vor der Wahl dreier Konzepte für eine App zur Bekämpfung der Corona-Verbreitung und um in der Formulierung der Titelzeile zu bleiben: Das Licht blieb aus, die Entscheidung war wohl falsch – und nun ist ja auch der Richtungswechsel da …

Unabhängig von der Frage, ob eine Tracing-App zur Pandemiebekämpfung freiwillig, obligatorisch zu nutzen ist o. Ä., kurz zur Historie. Es gab drei Ansätze für eine derartige App: Pepp-PT (Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing), D3PT (Decentralized Privacy Preserving Proximity Tracing) und die Lösung der Accenture GmbH. Man entschied sich für Pepp-PT und schickte damit neben Chaos Computer Club, Konstantin von Notz und Datenschützer auf die Barrikaden. Nun ist Pepp-PT mit seinem zentralen Ansatz vom Tisch – und statt dessen Apple und Google im Boot. Man könnte sagen „Ein Pyrrhussieg“, aber auch hier: Unabhängig von einer möglichen Wertung ist Contact-Tracing in dem Umfang, wie er zur Bekämpfung von Pandemien erforderlich ist, kein Kindergeburtstag und da bedarf es einigen technischen Know-hows. Apple und Google gehören also klar zu den Ersten, die die Technik auf dem Schirm haben. Und ein letztes Mal: Unabhängig davon, ob das nun eine gute Wahl ist … wenn die Software noch DSGVO-konform gestaltet wird, haben Datenschützer eben nicht nur einen vielfach kritisierten Ansatz verhindert, sondern werden auch bei der Gestaltung einer zielführenden Lösung unterstützen.