Und es hat Zoom gemacht …

Diese Liedzeile aus den 1980er Jahren ist eigentlich eine sehr treffende Beschreibung der aktuellen Lage, denn „Zoom“ ist in aller Munde – mal mehr, mal weniger berufenem … daher eine tagesaktuelle Einschätzung der Lage: Das Konferenztool „Zoom“ ist zweifellos einer der Gewinner der Corona-Krise, doch es steht in der Kritik, und zwar „wegen dem Datenschutz“. Unabhängig von der sprachlichen Korrektheit hinkt das auch sachlich. Doch der Reihe nach: Ja, es gab Probleme bei „Zoom“ und ja, die waren Datenschützern ein Dorn im Auge, darunter auch Vertreter der Aufsichtsbehörden. Doch nach der Kritik ließ Firmenchef Eric Yuan alle aufgedeckten Sicherheitslücken stopfen, außerdem wurde die kritisierte Kontrollfunktion des Organisators entfernt (wer hat die App im Vordergrund, wer macht was anderes); das Problem des „Zoombombings“ (Fremde platzen in Videokonferenz, weil man in der URL-Zeile  geratene Meeting-IDs eingeben kann, ohne dass der Organisator einen vom virtuellen Warteraum hereinlässt) ist bei korrekter Konfiguration nicht mehr möglich; außerdem gibt es einen „Security“-Button, mit dem man Zugriffe von außen vollständig sperren kann; dass ausschließlich Teilnehmer Datenzugriff haben (also vollständig verschlüsselte Datenübertragung), ist nur zuverlässig möglich, solange alle die Zoom-Software nutzen – ein Totschlagargument? Nein, denn wenn sich jemand per  Telefon einwählt: Wie soll das dann klappen?! Die Beseitigung all dieser Themen wurde in Windeseile umgesetzt und Yuan kündigte an, in den nächsten 3 Monaten nur noch mögliche Schwachstellen eliminieren zu lassen, statt neue Funktionen zu entwickeln. Erst gestern soll ein Update eingespielt worden sein, wonach man selbst entscheiden kann, wo Daten gespeichert werden. Fazit also: „Zoom“ nimmt Kritik an und handelt schnell – dass nicht alles von Anfang an eitel Sonnenschein war, davon können die Mitbewerber sicher ein Lied singen … aus unserer Sicht steht (Stand heute) einer datenschutzrechtlich zulässigen Nutzung von „Zoom“ also nichts im Wege – wenn die sonstigen Hausaufgaben (z. B. AV-Vertrag, Erfüllung der Infopflichten usw.) gemacht sind.